Geschichte und Theorie des Fernsehens, LV 6964 SU  Raum B 321
Seminar Freitags 12.15 - 13.45  

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Freitag 10.1.2020 12.15
Freitag 17.1.2020 12.15 Klausurvorbereitung
Freitag 24.1.2020 12.15 Klausur
Freitag 31.1.2020 12.15 Klausurrückgabe

Fernsehen - Theorie und Geschichte, LV 851 Ü  Raum B 321
Übung / Blockseminar
Zur Einführung des Fernsehens in unterschiedlichen Ländern
Japan / Türkei / Russland / Österreich, Schweiz / Venezuela / Frankreich
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Blockseminar Freitag 31.1.2020 10.15 (Mittagspause 12.15-13.00)
OPEN END!


Stephan Geene

WS 2019/2020


haus spiegel


Fernsehen ist heute dabei, sich aufzulösen. Übrig bleibt eine historische Version
des Fernsehens, die vom Ende der 1940er Jahre bis in die 1990er Jahre reicht
und ein "Nach-Fernsehen", das sich auflöst in die verschiedenen Praktiken
"sozialer Medien".

Der "Bruch" betrifft nicht nur ein Medium, er betrifft die gesellschaftliche Organisation als Ganze,
aber auch das Individuum, das Subjekt.
 

"Als Fernsehen (auch kurz "TV", vom griechisch-lateinischen KunstwortTelevision)
bezeichnet man zunächst ein Massenmedium, das zentral konzipierte und produzierte
audiovisuelle Sendungen unidirektional und synchron an ein disperses Massenpublikum vermittelt."
Aus: Wikipedia

Theodor W. Adorno, Prolog zum Fernsehen 1951
„Jene fatale ,Nähe‘ des Fernsehens, Ursache aus der angeblich gemeinschaftsbildenden Wirkung der Apparate, um die Familienangehörige und Freunde, die sich sonst nichts zu sagen wüssten, stumpfsinnig sich versammeln, befriedigt nicht nur eine Begierde, vor der nichts Geistiges bestehen darf, wenn es nicht in Besitz verwandelt, sondern vernebelt obendrein die reale Entfremdung zwischen Menschen und zwischen Menschen und Dingen.“

Freitag 13.12.2019, Fernsehen und die Erfindung der modernen Familie, Teil 2
rebel   rebel  Rebel without a cause (Denn sie wissen nicht, was sie tun), Nicholas Ray 1955

vergangen :

Freitag 22.11.2019 , 12.15 Uhr

dark

Die Netflix Serie DARK verfügt über die gesamte Geschichte der Nachkriegszeit, 1953, 1986, 2019 und die Zukunft: einer Dystopie, der Aufhebung genau der gesellschafltichen und politischen Ordnung, deren Entwicklung vorher zu beobachten war. Diese Ordnung ist zutiefst fordistisch: die Fabrik, die Familie, patriarchal

Freitag 5.12.2019 , und Freitag 6.12. 12.15 Uhr

Leben als Container, Form (Familie), Innen/Außen-Raum (Wohnung)

LINK Fernsehen und Architektur

Das Haus, das Eigenheim, die Inhäusigkeit, die domestische Wende und moderne Architektur
Die Medien und das Haus, Beatriz Colomina

Medienhaushalte, Lynn Spigel
pin wheel housewohn tv

Fernsehen und Famile, ab 1952

Die Familie Schölermann, NWDR 111 Folgen ab 1954
Wikipedia, schoelermannweltbild

Fernsehen und die Erfindung der modernen Familie

family reed  best

Jene fatale ,Nähe' des Fernsehens, Ursache aus der angeblich gemeinschaftsbildenden
Wirkung der Apparate, um die Familienangehörige und Freunde, die sich sonst nichts zu
sagen wüßten, stumpfsinnig sich versammeln, befriedigt nicht nur eine Begierde, vor der
nichts Geistiges bestehen darf, wenn es nicht in Besitz verwandelt, sondern vernebelt obendrein
die reale Entfremdung zwischen Menschen und zwischen Menschen und Dingen.” 

Theodor W. Adorno, Prolog fürs Fernsehen 1952/53


Freitag 12.15 Uhr, Die Entstehung des Fernsehens vor dem 2. Weltkrieg, Nazi-Deutschland,
Fernsehen als Fernlenkung einer Bombe

"Ein am Orte A befindliches Objekt an einem beliebigen Orte B sichtbar zu machen“ 
(aus der Patentschrift 'Elektronisches Teleskop' von Paul Nipkow 1884
beim kaiserlichen Patentamt in Berlin) 



tvikono36 rakete



Die Serie Mad Men (AMC) und der Fordismus.
barth band

Am Knöpfchen gedreht, Wie das Westfernsehen zur Wende in der DDR beitrug
Georg Sesslen
über die Hintergründe, warum das Show-Format Wetten, dass...
notwendigerweise zu Ende gehen musste...

mmmm THE MAD MEN ACCOUNT
The New York Review of Books, 2011, Daniel Mendelsohn

 

Die Serie True Detective, Moderne, Liberalismus, Frank Zappa in der Steve Allen Show1963
true detective True Detective, HBO, 2014




 

Der Film Free Rainer (Weingärtner, D 2007) trägt alles zusammen, was wir schon immer schlechtes über das Fernsehen, vor allem das Private, denken.  Aber hat die Kritik recht? Oder macht sie es sich zu leicht? Ist sie besser als das was sie kritisiert? Oder ist sie vielleicht verlogener, trivialer als Fernsehen selbst? Das jedenfalls nimmt der Text von Diedrich Diederichsen an. Hat er recht? Oder keiner?

Schauen Sie sich bitte den Film an und den Text von Diederichsen, eine Besprechung des Films in der tageszeitung.


Der Film: https://www.youtube.com/watch?v=uF3f6SiIUfA

Der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=9eO6R5un9Yk

Der Text von Diedrich Diederichsen "Weltrettung mit Reclamheft" http://www.taz.de/!5191770/







eine Biographie der Fernsehkritik, der Philosoph T.W. Adorno, Exil und Rückkehr
Ideologie, Adorno (Prolog zum Fernsehen) / Bewusstseinsindustrie
T.W.Adorno, Fernsehen als Ideologie, 1953

Text von Adorno, Prolog zum Fernsehen

free rainerrainer





Marshall McLuhan sagt Ja zum Fernsehen
media massagemc luhan
Heute ist Fernsehen das wichtigste der elektronischen Medien, weil es in beinahe jeden Haushalt eindringt und dabei das Zentralnervernsystem jedes Zuschauers ausweitet, indem es den gesamten Sinnesapparat durcheinanderbringt und mit einer ultimativen Botschaft neu formt. Vor allem das Fernsehen ist dafür verantwortlich,
dass die Vorrangstellung der Visualität zu Ende geht, die für alle mechanischen Technologien charakteristisch war – auch wenn all anderen elektronischen Medien dabei zusätzlich eine Rolle gespielt haben.“ (McLuhan, in: Absolut McLuhan, S. 19)
THE MEDIUM IS THE MESSAGE

Vlog McLuhan: Link

Marshall McLuhan sagt Ja zum Fernsehen gegen Adornos Kritik als Kulturindustrie
The Century of the Self, Adam Curtis, BBC 2002, LINK
self

Vlog McLuhan: Link


 

Postfordismus, facebook als Fernsehsender
facebook

john lanchester, du bist das produkt, über facebook auf deutschlandradio // the social network, sorkin, structure, collaboration



 

 

 

Slavoj Zizek, Willkommen in der Wüste des Realen, aus: Die Zeit, 2001
Slavoj Zizek in Alexander Kluges TV-Show 10VOR11
Slavoj Zizek auf AlJazeera

Konstante Gegenwart – Die TV-Show

boehmermannkerner raab ss+p

„Die Fernsehshow arbeitet seit ihren Anfängen immer perfektere Ereignisräume aus, um das Unmögliche zu inszenieren:
die Umarmung von Sender und Zuschauer; der Bruderkuss von Kandidat und Moderator, die sich als Kinder des gleichen
künstlichen Welten erkennen. Der Kandidat, das traumhafte Doppel von jedermann, bewegt sich durch diesen Kanal zwischen
Institution und Intimität und gewährleistet die erwünschte Rückspiegelung der beiden gekoppelten Räume. Der Moderator
steuert zur ereignishaft aufgebauten Situation der Spiel-, Quiz, und Unterhaltungsshow das Element der Übertragung und
Wiederholbarkeit bei, das alle intimen Beziehungen benötigen."

Fernsehshows, Theorie einer neuen Spielwut, 1991, S. 8

ZDF NEO ROYAL : TV TOTAL

 

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